Man guckt sich die Stadt mal zu Fuß an, gewöhnt sich an Straßenverkehr (mittlerweile höre ich nichtmal mehr das Hupen) und kauft das Nötigste. Danach lernt man kulturelle Dinge kennen, z.B. muss man in Indien unbedingt mal etwas vom Straßenverkäufer kaufen. Ja in jedem Reiseführer steht drin: mach das nicht! Aber es ist ein Erlebnis mal so Rauchware zu probieren, auf die Frage "is that illegal?" kommt eine Antwort wie "nobody asks that", also mal probieren, ist wie Shisha eisgekühlt mit interessantem Geschmack, achja man sagte vorher "your head will - boom", indeed sir, it booms. Irgendwie landet man dann beim Abendessen, das mündet irgendwie in eine Bar, diese muss zwar schon um 0:00 schließen, aber bis dahin ist genug Zeit für die Einheimischen völlig abzudrehen und für die Europäer zu erkennen, dass europäischer Bierdurst nichts für die Nachahmung Ungewohnter ist.
Nach einer so anstrengenden Nacht muss man natürlich erstmal eine Mütze Schlaf bekommen und genehmt sich gegen 13:00 ein Frühstück, etwas Indisches, wobei ich mir Namen nicht merke(n kann). Da ich leider zu spät war um mit nach Goa zu fahren (Party, Party, Party, aber der Bus war schon voll) fuhr ich nach Udupi und hab mir das mal angeguckt. Der interessante Teil der Geschichte ist das Busfahren: Den richtigen Bus zu finden ist nicht so schwer, man macht einfach die Ohren auf. Reiseziele sind natürlich nicht auf Schildern (erst gar nicht elektrisch) angeschlagen, sondern der Schaffner weist zurückhaltend darauf hin, dass der Bus aus dem er raushängt ein Ziel hat: "UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI UDUPI" für diese Zeichenkette braucht ein erfahrener Schaffner ernsthaft etwa eine Sekunde, wahnsinnig schnell. Gleichzeitig kann er das natürlich auch zurück nach "MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL MANIPAL". Jedenfalls setze ich mich recht naiv in den Bus, erkenne noch, dass auf der rechten Seite für Frauen reserviert ist, puh, erstes Fettnäpfchen umfahren. Dann aber sofort der erste Fehler: Ich hänge ganz lässig meinen Arm aus dem Fenster, fühlt sich erfrischend an! es ist aber nicht ungefährlich, da man den Arm auf der Fahrt möglicherweise liegen lässt! Trotz allem ist so eine Busfahrt etwas ganz Besonderes, gerade wenn man dabei einen Elefanten überholt. Ich war natürlich der Einzige, der mit großen Augen im Bus saß. Jedenfalls nimmt man in der Regensaison in einem Bus ohne Fenster und Türen einiges an Wasser mit, mittlerweile bin ich aber daran gewöhnt, Füße, Schuhe und Hosenbeine sind selten trocken. Meinen Samstag beende ich früh, die Müdigkeit der Reise übertrumpft das Adrenalin des Neuen und des Straßenverkehrs.
| Dosa, typisch indisches Essen |
| Symbolik im Hinduismus (steh nich auf Bilderkippen), hat auch mit dem Text nichts zu tun |
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| Ich nehme bis zum 30.09.2011 noch Bestellungen an. |
Jedenfalls lässt man so ein Wochenende dann gerne bei dem leckersten Schokoladeneiskaffee überhaupt ausklingen, die Speisekarte offerierte verschiedenste Versionen, alle mit Devil oder Sin im Namen, sehr schokoladig, sehr super!
Irgendwann fängt man aber zu Arbeiten an und macht tatsächlich das mit der Physik, das ist aber eine andere Geschichte.

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